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Anlagenbau

Im Anlagenbau kostet jede Stunde auf der Baustelle ein Vielfaches einer Stunde in der Werkstatt. Deshalb liefern wir vorgefertigt – Rohrspools nach Isometrie, geprüft und dokumentiert, damit vor Ort nur noch verbunden wird.

Nach IsometrieVorgefertigtMit Zeugnis
DN 15 – DN 600
Nennweitenbereich
nach Isometrie
Fertigungsgrundlage
EN 13480
Regelwerk Industrierohrleitung
3.1 / 3.2
Zeugnis nach EN 10204
Ausgangslage

Warum Vorfertigung im Anlagenbau den Termin rettet

Auf der Baustelle arbeitet es sich langsamer als in der Werkstatt: beengte Verhältnisse, Zwangslagen beim Schweißen, Wetter, Gerüste, Wartezeiten zwischen Gewerken. Jede Naht, die vorher in der Werkstatt gelegt wird, ist deshalb gegenüber der Baustellennaht doppelt gewonnen – an Zeit und an Qualität, weil sie unter kontrollierten Bedingungen entsteht und leichter zu prüfen ist. Der Aufwand verlagert sich in die Planung: Isometrie, Spool-Aufteilung und Transportmaße müssen früh feststehen.

Werkstoffe

Typische Werkstoffe

Die Güte richtet sich nach Medium, Temperatur und Druck. Zu jeder Güte gibt es das Datenblatt.

Regelwerk

Normen und Regelwerke

Normen und Regelwerke
BereichRegelwerk
IndustrierohrleitungenEN 13480, Teil 3 Konstruktion und Berechnung
DruckgeräteRichtlinie 2014/68/EU, Fluidgruppe 1 oder 2
WerkstoffeEN 10216-1/-5 nahtlos, EN 10217-1/-7 geschweißt
FlanscheEN 1092-1 oder ASME B16.5, Dichtfläche nach Vorgabe
SchweißenEN ISO 3834-2, Verfahren nach EN ISO 15614-1
PrüfungEN ISO 17636 Durchstrahlung, EN ISO 3452 Eindringprüfung
Schwerpunkte

Typische Aufgaben

Spool-Aufteilung mit Augenmaß

Zu große Spools passen nicht durch die Montageöffnung, zu kleine erzeugen unnötige Baustellennähte. Wir schauen uns Transportweg und Einbringung mit an, bevor geteilt wird.

Isometrie statt Skizze

Je genauer die Isometrie, desto weniger Nacharbeit. Fehlen Maße oder Toleranzen, fragen wir vorher nach – das ist billiger als ein Spool, der nicht passt.

Revamp im Bestand

Im Umbau stimmen Bestandsunterlagen selten. Aufmaß vor Ort und ein Abgleich mit der Isometrie verhindern, dass ein fertiges Spool nicht an den Bestand anschließt.

Dokumentation von Anfang an

Zeugnisse, Schweißnahtpläne und Prüfprotokolle wachsen mit der Fertigung mit. Nachträglich lässt sich Rückverfolgbarkeit nicht herstellen.

FAQ

Anlagenbau – häufige Fragen

Wie groß darf ein Rohrspool sein?

Technisch begrenzt das nur die Handhabung, praktisch der Transport und die Einbringung. Üblich sind Längen bis etwa 12 m; entscheidend sind Kranweg, Tür- oder Dachöffnung und ob die Anlage im Betrieb ist. Diese Grenzen gehören vor die Spool-Aufteilung.

Was ist der Unterschied zwischen EN 13480 und EN 12952?

EN 13480 gilt für industrielle Rohrleitungen, EN 12952 für Wasserrohrkessel. In einer Anlage können beide nebeneinander gelten – der Kessel nach EN 12952, die anschließende Rohrleitung nach EN 13480. Die Schnittstelle sollte in der Bestellung stehen.

Könnt ihr nach Isometrie ohne Fertigungszeichnung arbeiten?

Ja, das ist im Anlagenbau der Normalfall. Aus der Isometrie mit Maßen, Nennweiten, Werkstoff und Bauteilliste lässt sich das Spool ableiten. Was fehlt, klären wir vorher schriftlich, statt es zu interpretieren.

Wird jede Naht geprüft?

Nein, der Prüfumfang folgt Fluidgruppe, Druckstufe und Ihrer Spezifikation. Üblich ist ein Prozentsatz der Nähte in Durchstrahlung oder Ultraschall, ergänzt um Sichtprüfung aller Nähte. Den Umfang legen wir vor Fertigungsbeginn fest.

Was braucht ihr für ein Angebot?

Isometrie oder Rohrleitungsplan, Nennweiten und Wanddicken, Werkstoffgüte, Flanschnorm und Druckstufe, Anzahl der Spools, Prüfumfang, Termin und das geforderte Zeugnis nach EN 10204.

Anlagenbau beliefern

Sagen Sie uns, worum es geht – Anlage, Medium, Temperatur. Wir melden uns mit Vorschlag, Preis und Termin.